Termine und Veranstaltungen, neueste Informationen

Neues Internetportal der Deutschen Bahn zur Lärmsanierung im Mittelrheintal

Hier der Link zum anklicken: https://www.leiseres-mittelrheintal.de/

 


BI Vorsitzender Willi Pusch und stell. Vorsitz. Rosi und Wolfgang Schneider in Lahnstein bei einer Stadtratssitzung zum Bahn Unfall und deren Folgen in Niederlahnstein

Zu­kunfts­ge­spräch: Deut­sche Bahn ver­trös­tet Kes­ter­ter Bür­ger und Po­li­ti­ker und bit­tet um Ge­duld 

 

Kes­tert. Woche elf nach dem Fels­sturz in Kes­tert. Wer sich Ant­wor­ten auf of­fe­ne Fra­gen beim 5. Zu­kunfts­ge­spräch, Thema Fels­sturz in Kes­tert, in­iti­iert von VG-Bür­ger­meis­ter Mike Wei­land, er­hofft hatte, wurde ent­täuscht. Ob­wohl die Deut­sche Bahn pro­mi­nent ver­tre­ten war, gab es im Grun­de nichts Neues zu er­fah­ren: Bleibt der künst­lich auf­ge­schüt­te­te Wall für immer ste­hen? Und vor allem: Wird die Un­ter­füh­rung zu den Grund­stü­cken hin­ter dem Bahn­damm wie­der ge­öff­net oder ein be­fahr­ba­rer Er­satz ge­schaf­fen? Alles ist nach wie vor offen. Dr. Klaus Vorn­hu­sen, Be­voll­mäch­tig­ter der Deut­schen Bahn AG, ver­trös­te­te.
Rund 40 Zu­hö­rer waren der Ein­la­dung ge­folgt, Kes­terts Orts­bür­ger­meis­ter Uwe Schwarz, Kes­ter­ter Bür­ger und zwei Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te. „Es muss eine Lö­sung ge­fun­den wer­den“, lei­te­te Mike Wei­land die Dis­kus­si­on ein. Denn bis­lang gibt es nur Vor­schlä­ge der Bahn, die al­le­samt für VG und Orts­ge­mein­de in­ak­zep­ta­bel sind. Die 75 000 Qua­drat­me­ter hin­ter dem Bahn­damm tei­len sich 80 Ei­gen­tü­mer, dar­un­ter auch die DB und die Ge­mein­de. Es gibt dort Streu­obst­wie­sen, ein Wohn­haus, zwei Bach­läu­fe und einen der­zeit ab­ge­schnit­te­nen Rund­wan­der­weg, er­läu­ter­te Uwe Schwarz, der eine große Wert­min­de­rung sieht, wenn die Be­fahr­bar­keit durch eine Un­ter­füh­rung nicht wie­der­her­ge­stellt werde. Wei­land und Schwarz sehen die DB in der Pflicht, die Un­ter­füh­rung zeit­nah wie­der­her­zu­stel­len. In­zwi­schen sei be­kannt ge­wor­den, dass die DB an Ei­gen­tü­mer her­an­ge­tre­ten sei, um wei­te­re Grund­stü­cke zu er­wer­ben. Ein Vor­ge­hen, das auf Kri­tik stößt: „Erst soll­ten alle Fak­ten auf dem Tisch lie­gen. Erst dann soll­ten die Ei­gen­tü­mer Ent­schei­dun­gen tref­fen“, sagte Wei­land. Vorn­hu­sen ent­geg­ne­te, er be­dau­re, wenn dies zu Be­find­lich­kei­ten ge­führt habe. 
Der zur Ge­fah­ren­ab­wehr kurz­fris­tig von der Bahn er­rich­te­te Wall war „der ein­zi­ge Weg, um eine ge­si­cher­te Frei­ga­be für Stra­ße und Bahn­stre­cke mög­lich zu ma­chen“, er­klär­te Frank Os­ter­roth von der DB. Vorn­hu­sen mach­te deut­lich, dass der Schutz­wall auch in Zu­kunft am Fuß des Ber­ges ste­hen blei­ben müsse, um da­hin­ter eine Ge­röl­lauf­fang­gru­be zu bil­den, so­dass man für alle Even­tua­li­tä­ten, sprich mög­li­che wei­te­re Fels­stür­ze, ge­rüs­tet sei. Gleich­zei­tig er­läu­ter­te er die zahl­rei­chen Maß­nah­men wie 2000 Qua­drat­me­ter Fang­zäu­ne, ge­hal­ten von 620 An­kern, die 12 Meter tief in den Fels ge­trie­ben wur­den. Ar­bei­ten, die weit­ge­hend ab­ge­schlos­sen seien. Jetzt gelte es noch den Ab­raum ab­zu­fah­ren – 16 000 Ku­bik­me­ter Ge­röll waren es ins­ge­samt, die ins Tal ge­rutscht waren. Bis Ende Juli soll dies ab­ge­schlos­sen sein, schätz­te Vorn­hu­sen.
Was aber die ver­schüt­te­te Un­ter­füh­rung, die ganz Kes­tert be­schäf­tigt, an­geht, so gab es nach wie vor keine kla­ren Aus­sa­gen vom Bahn­ver­tre­ter. Die Mög­lich­keit, den ver­schüt­te­ten Durch­gang wie­der frei­zu­räu­men scheint je­den­falls aus dem Ren­nen. Die zwei­te Un­ter­füh­rung aus­zu­bau­en und für Fahr­zeu­ge be­fahr­bar zu ma­chen, werde ge­ra­de von der Bahn ge­prüft. Dabei dürfe es aber um ein In­ves­ti­ti­ons­vo­lu­men von 3 bis 5 Mil­lio­nen Euro gehen, und es sei an­ge­sichts er­for­der­li­cher Ge­neh­mi­gungs­ver­fah­ren mit einer Bau­zeit von 5 Jah­ren zu rech­nen. Auch die Frage, ob nicht hier oh­ne­hin eine Sa­nie­rung der im Jahr 1935 er­bau­ten Bahn­un­ter­füh­rung – wie an vie­len an­de­ren Orten zur­zeit – an­ste­he, ver­nein­te der Bahn­be­voll­mäch­tig­te: Erst in 20 Jah­ren.
Vorn­hu­sen bat in ers­ter Linie um Ge­duld. „Las­sen sie uns doch noch 14 Tage Zeit, bis wir diese Fra­gen be­ant­wor­ten“, bat er. Bis­her seien die Un­ter­su­chun­gen zur Mach­bar­keit noch nicht ab­ge­schlos­sen, aber klar sei, dass es bei der Un­ter­füh­rung eine Lö­sung geben müsse, die auch fi­nan­zier­bar sei.

Bundesverkehrsministerium sieht keine aktuelle Notwendigkeit für umfassende Geologieuntersuchungen und sagt nichts zur Alternativtrasse
Das Bundesverkehrsministerium sieht keine Notwendigkeit für umfassende geologische Untersuchungen entlang der Bahnstrecken im Mittelrheintal. Das hat nun ein Ministeriumsschreiben an den Bürgermeister der Verbandsgemeinde Loreley, Mike Weiland, ergeben. „Ich hatte mich am 16. März, direkt einen Tag nach dem größten Felssturz der letzten 50 Jahre im Mittelrheintal, unmittelbar an Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) gewandt und neben einem Geologiegutachten für die Rheinhänge rechts und links im Tal, ein sofortiges Fahrverbot für Gefahrgut-Güterzüge gefordert“, so Bürgermeister Mike Weiland.
Der Bürgermeister hatte den Bundesminister in seinem Schreiben auch einmal mehr auf die Beschaffenheit der Mittelrheinstrecke hinsichtlich ihrer Belastung als Hauptverkehrsachse im europäischen Güterverkehr und damit Nadelöhr sowie die absolut überfällige Notwendigkeit der Alternativtrasse hingewiesen. Auch auf die möglichen Folgen und Ausmaße des Hangrutsches mit Blick auf Menschenleben oder Umweltschäden im Rhein als europäische Wasserstraße und Lebensraum für Pflanzen und Tiere, wenn zum fraglichen Zeitpunkt ein Personenzug oder ein Gefahrgut-Güterzug die Strecke passiert hätte, hatte Mike Weiland aufmerksam gemacht. „Die Bahnstrecke führt zudem durch enge Ortslagen, die direkt an der Bahnstrecke nahtlos an Felshänge grenzen. Allerorts kann sich zu jeder Zeit ein solches oder noch größeres Unglück wiederholen“, hatte Mike Weiland weiter an den Bundesminister appelliert und ihn zum sofortigen Handeln aufgefordert: „Veranlassen Sie umfassende geologische Untersuchungen im Bereich des gesamten Mittelrheintales und auf beiden Rheinseiten. Bis zum Abschluss der Studie nebst Ergebnissen haben im Mittelrheintal Güterzüge – insbesondere solche mit Gefahrgut – nichts verloren.“ Nur so könnten unnötige Gefahren für Hab und Gut sowie Leib und Leben der Menschen vermieden werden.
Dies alles lehnt Bundesminister Andreas Scheuer offensichtlich ab. Er antwortete jetzt nicht selbst, sondern schickte seinen Referatsleiter Eisenbahntechnik, Innovative Technologien, Thiemo Disl, vor. Dieser schreibt: Grundsätzlich tragen die Betreiber des Eisenbahnsystems die volle Verantwortung für die Sicherheit des Systembereiches. Er weist hierbei auf Gesetze und EU-Richtlinien hin. Auch bei der Deutschen Bahn habe er sich notwendige Informationen eingeholt.
Die Felshänge würden nach Auskunft der DB AG alle regelmäßig inspiziert. Dabei finden auch Analysen mit Spezialisten statt. Im Jahr 2018 habe die Bahn eine Befliegung aller Hänge im Rheintal durchgeführt. Dabei seien am betroffenen Hang bei Kestert keine Auffälligkeiten ersichtlich gewesen. Bei der jüngsten Begehung/Inspektion im Dezember 2020 hätten die Fachkräfte ebenfalls keine Veränderungen am Hang festgestellt. Nun ziehe sich die Stabilisierung und Sicherung des Hangs aufgrund der geologischen Bedingungen mit mehr Aufwand und Zeit als gedacht hin. In weiteren Ausführungen geht Disl auf die bekannten Arbeiten, den Bau des Schutzwalles, die Felsanker und Netze vor Ort ein.
Die DB AG sowie die zuständigen Behörden des Landes überprüfen laut Disl regelmäßig die Hänge zu beiden Seiten des Mittelrheintals. Da Felsstürze dieser Art nicht vorhersehbar seien, sei daher eine vorläufige vollständige Streckensperrung weder angemessen, noch verhältnismäßig. Im Rahmen der Verhältnismäßigkeitsprüfung zur Gefahrenabwehr müssten sowohl betroffene Rechtsgüter als auch die technisch-naturwissenschaftlichen Parameter einbezogen und abgewogen werden. Sollten es die zuständigen Behörden für notwendig erachten, würden sie reagieren und temporäre Sperrungen oder Umleitungen für bestimmte Verkehre anordnen.
Bürgermeister Mike Weiland zeigt sich über einige Aussagen verwundert: „Durch eine Befliegung der Rheinhänge lässt sich selbstredend die Substanz des Gesteins nicht abschließend beurteilen und ob die Analysen durch Spezialisten flächendeckende Ergebnisse für das gesamte Tal bringen, ist ebenfalls zu hinterfragen.“ Zudem betont der Bürgermeister, er habe keine gesamte Sperrung der Strecke gefordert, sondern ausschließlich für Gefahrguttransporte, die das größte Risiko darstellen. „Es ist bedauerlich, dass Herrn Scheuers Referatsleiter darüber hinaus mit keinem Wort auf die Alternativtrasse eingegangen ist“, zeigt sich Mike Weiland einmal mehr vom aus Bayern stammenden Bundesminister enttäuscht. Das spreche gegenüber der Bevölkerung im rheinland-pfälzischen und hessischen Mittelrheintal Bände. „Wer die Alternativtrasse für den Güterverkehr gar nicht bis nur schleppend voranbringt, hat auch nichts zu sagen“, bedauert Mike Weiland.

Protest gegen Sanierungsvorschläge der DB

AG nach dem Hangrutsch in Kestert

 

 

Ersatz für eine DEMO

 

Wir alle haben nach dem Hangrutsch an der Bahnstrecke in Kestert wieder einmal feststellen können, wie die Bahn Krisenmanagement betreibt. Rücksichtslos, schnell und nach Möglichkeit ohne zeitnahe Einwirkungsmöglichkeiten betroffener Dritter, wie zum Beispiel geschädigter Privatpersonen oder örtlicher Behörden.

 

Mit der Begründung: „Gefahr im Verzug“, wurden zunächst ohne Genehmigungen großvolumige bauliche Schritte vorgenommen und mit der Errichtung eines sechs Meter hohen und 100 Meter langen Erdwalls Tatsachen geschaffen, die zwar als vorübergehende Maßnahmen zur Gefahrenabwehr berechtigt waren, deren Rückbau aber von Anfang an niemals in Erwägung gezogen wurden, was aus dem weiteren Vorgehen der Bahn offensichtlich wird.

 

Entgegen der Ankündigung des Bauleiters der DB soll der Erdwall nun nicht wieder beseitigt werden, wie ursprünglich angedacht, sondern bleibt bestehen. Damit wären ein 75.000 m² großes Grundstück mit rund 50 Wiesen- und Gartenparzellen, sowie ein Wohnhaus nicht mehr erreichbar.

 

Solchermaßen offenbar systemimmanente Vorgehensweisen lassen auffällige Parallelen zu den Sanierungsstrategien nach dem Zugunfall in Niederlahnstein feststellen.

 

Mangelhafte oder widersprüchliche Informationen werden so lange auch gegenüber örtlichen Behörden verbreitet, bis der Zugverkehr wieder läuft und unverrückbare Tatsachen geschaffen sind. Die geschädigten Grundstückseigentümer und Kommunen bleiben „im Regen stehen“.

 

Es handelt sich dabei um enteignungsgleiche Eingriffe in das Grundrecht gemäß Artikel 14 Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland (GG), in dem Eigentum und Erbrecht gewährleistet sind.

 

 

Das dürfen wir nicht unwidersprochen durchgehen lassen!

 

 

Als Bürgerinitiative hätten wir im Interesse der Geschädigten zu deren Unterstützung eine DEMO an exponierter Stelle organisiert. Da eine solche Veranstaltung bekanntlich wegen der Corona-Pandemie nicht möglich ist, bitten wir alle, den nachfolgenden Text per Mail oder per Post an den Vorsitzenden der Deutschen Bahn, Dr. Richard Lutz und den Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer zu schicken.

 

Herrn
Dr. Richard Lutz
Vorsitzender des Vorstandes
Deutsche Bahn AG
Potsdamer Platz 2
10785 Berlin
Mail: richard.lutz@deutschebahn.com 

 

Herrn
Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer
Invalidenstraße 44
10115 Berlin
Mail: andreas.scheuer@bundestag.de

 

 

 

 

 

 

Musteranschreiben im Text:

 

 

Ich unterstütze ausdrücklich die Forderungen des Ortsbürgermeister der Gemeinde Kestert und die des Verbandsbürgermeisters der Verbandsgemeinde Loreley sowie der Grundstückseigentümerinnen und Grundstückseigentümer die Erreichbarkeit des 75 000 Quadratmeter großen Areals hinter dem von der Bahn aufgeschütteten sechs Meter hohen und 100 Meter langen Erdwalls zu garantieren. Sowohl für Fußgänger als auch mit einem Kraftfahrzeug müssen die Grundstücke erreichbar bleiben.

Die Bahn ist aufgefordert, diesbezüglich einen für alle Beteiligten akzeptablen und zeitlich festzulegenden Vorschlag zu unterbreiten.

Ich erhebe diese Forderung aus Solidarität mit den Eigentümerinnen und Eigentümer und den örtlichen Verwaltungsbehörden. Hier sollen Menschen ihre im Grundgesetz Artikel 14 GG verbrieften Rechte auf Eigentum durch enteignungsgleiche Maßnahmen verwehrt werden.
Insbesondere aber auch deshalb, weil ich dazu beitragen möchte, dass nicht zahllose Menschen, die im Rheingau, im Unteren Mittelrheintal und im Oberen Mittelrheintal leben und hier Grundbesitz haben, die nächsten sind, die bei weiteren mit großer Wahrscheinlichkeit absehbaren Schadensereignissen im Zusammenhang mit dem Bahnbetrieb und mit Duldung des Bundesverkehrsministeriums durch rücksichtslose und asoziale Entscheidungen von Seiten der Deutschen Bahn um Eigentum und Lebensqualität gebracht werden.

Erinnert sei dabei an den katastrophalen Zugunfall im Bahnhof Niederlahnstein, wo von der Bahn mit Desinformationen und widersprüchlichen Aussagen die Behörden hingehalten wurden bis unverrückbare bauliche Tatsachen geschaffen waren und der Zugbetrieb wieder rollte. Als Folge verblieben 90 000 Liter Dieselöl im Untergrund, um sie eventuell, wie die Bahn sagt, innerhalb von sieben bis zehn Jahren zu neutralisieren.

 

Unterschrift

 

Als download:

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11.5.21 Brief an Lutz und Scheuer.docx
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Wir kümmern uns auch in der aktuellen Corona Pandemie um das große Problem des Bahnlärms und den Erschütterungen im Rheintal. Anlässe gibt es genug. Bergrutsche, Unfälle, zunehmende Erschütterungen usw. 

 

Foto: virtuelle Vorstandssitzung am 06.05.2021


Wieder einmal typisches Vorgehen der Bahn

Sechs Meter hoher Schutz­wall und ge­schlos­se­ne Bahn­un­ter­füh­rung: Noch keine kla­ren Aus­sa­gen des Kon­zern­be­voll­mäch­tig­ten Vorn­hu­sen 

 

Wird die Bahn­un­ter­füh­rung bei Kes­tert, auf die der Fels­sturz vor sie­ben Wo­chen nie­der­ging, künf­tig ge­sperrt blei­ben? Diese Frage be­schäf­tigt zur­zeit Orts­bür­ger­meis­ter Uwe Schwarz, VG-Bür­ger­meis­ter Mike Wei­land und ganz Kes­tert. Eine ent­spre­chen­de Mit­tei­lung macht in den so­zia­len Netz­wer­ken die Runde und sorgt für mäch­tig Auf­re­gung. Darin heißt es: „Wie die DB Netz AG am 29. April der Orts­ge­mein­de Kes­tert mit­teil­te, soll der circa 100 Meter lange und 6 Meter hohe Schutz­wall vor dem Berg­rutsch dau­er­haft be­stehen blei­ben. Damit ver­bun­den ist eine dau­er­haf­te Sper­re der dor­ti­gen Bahn­un­ter­füh­rung.“
Diese Bahn­un­ter­füh­rung stellt aber die ein­zi­ge Zu­fahrt zu einer Flä­che von rund 75 000 Qua­drat­me­tern im Be­reich der Ge­mar­kung Kes­tert dar. Neben Obst­wie­sen be­fin­det sich auch ein Wohn­haus in die­sem Be­reich. Kommt es so, wie oben zi­tiert, wäre die­ser ge­sam­te Be­reich nur noch über eine Trep­pe im Be­reich der Puls­bach oder eine Fu­ß­gän­ger­un­ter­füh­rung er­reich­bar. Als Kom­pen­sa­ti­on hat die DB Netz an­ge­bo­ten, die Flä­chen zu er­wer­ben oder Stell­plät­ze vor der Fu­ß­gän­ger­un­ter­füh­rung zu schaf­fen. Die Ge­mein­de kün­dig­te an, gegen die­ses Vor­ge­hen der DB Netz AG „kom­pro­miss­los jede Form des Wi­der­stan­des zu er­grei­fen“, die sich ihr bie­ten wird. Po­li­ti­sche Ver­tre­ter in den Kom­mu­nal-, Lan­des- und Bun­des­ver­tre­tun­gen wur­den um ihre Un­ter­stüt­zung ge­be­ten – und in­zwi­schen liest sich die Mit­tei­lung der Deut­schen Bahn AG etwas an­ders. Es habe sich um ein Miss­ver­ständ­nis ge­han­delt, räumt man von­sei­ten der Bahn ein. 
Der Schutz­wall, den die Bahn ge­ra­de er­rich­tet hat, be­schäf­tigt die kom­mu­na­len Ver­tre­ter be­reits seit zwei Wo­chen. So hatte Mike Wei­land am 19. April beim Jour Fixe an der Bau­stel­le ge­fragt: „Die Netze und der Schutz­wall sind er­rich­tet, wie er­folgt die Ab­stim­mung mit den Be­hör­den? Liegt Bau­recht vor?“ Die Be­hör­den seien in­for­miert, so die Ant­wort der Deut­schen Bahn, die Struk­tur- und Ge­neh­mi­gungs­di­rek­ti­on (SGD) Nord habe allen bis­he­ri­gen Bau­maß­nah­men zu­ge­stimmt. Und wei­ter: „Auf­grund der Ge­fahr im Voll­zug müs­sen man­che An­trä­ge im Nach­gang er­stellt und er­teilt wer­den. Es wird auf die Vor­ga­ben be­züg­lich des Welt­kul­tur­er­bes ge­ach­tet, mög­li­che vi­su­el­le An­pas­sun­gen müs­sen im Nach­gang zur Si­che­rung und Scha­dens­be­sei­ti­gung er­fol­gen.“ 
Am 26. April hatte Kes­terts Orts­bür­ger­meis­ter Uwe Schwarz die The­ma­tik an­ge­spro­chen und ge­fragt: „Der Schutz­wall ver­sperrt die Un­ter­füh­rung und den Weg. Wie sieht das wei­te­re Vor­ge­hen dazu aus?“ Ak­tu­ell wür­den Kon­zep­te mit Be­hör­den er­stellt; die DB Netz in­for­mie­re, so­bald Kon­zep­te ab­ge­stimmt sind, heißt es von­sei­ten der Bahn. 
Ant­wor­ten, mit denen Mike Wei­land sich nicht zu­frie­den­gab, son­dern kri­ti­sier­te, dass ei­gent­lich allen Fra­gen aus­ge­wi­chen wor­den sei. Er for­der­te eine klare und kurz­fris­ti­ge Aus­sa­ge vom Kon­zern­be­voll­mäch­tig­ten der DB AG, Dr. Klaus Vorn­hu­sen. Die ging am ver­gan­ge­nen Frei­tag ein. Darin heißt es: „Wir be­dau­ern, dass es hier zu einem Miss­ver­ständ­nis ge­kom­men ist. Rich­tig ist, dass die DB nach dem Hang­rutsch in Kes­tert aus Si­cher­heits­grün­den kurz­fris­tig einen sechs Meter hohen, 100 Meter lan­gen Schutz­wall er­rich­tet hat. Klet­te­rer:innen be­fes­ti­gen da­hin­ter am Fels an 620 An­kern zu­sätz­li­che Netze mit einer Flä­che von 2100 Qua­drat­me­tern. Zur end­gül­ti­gen Be­fes­ti­gung des Hangs stimmt sich die DB selbst­ver­ständ­lich in be­währ­ter Weise mit den zu­stän­di­gen Be­hör­den, Ge­mein­den sowie An­lie­gern ab. Ak­tu­ell prüft die DB er­geb­nis­of­fen ver­schie­de­ne Va­ri­an­ten zum Stand­ort eines dau­er­haf­ten Schutz­wal­les in­klu­si­ve der Be­fahr­bar­keit des Weges. Alle Auf­la­gen zur Be­wah­rung der Welt­erbe-Kul­tur­land­schaft wer­den dabei um­ge­setzt. Ziel der lang­fris­ti­gen Hang­be­fes­ti­gung ist die grö­ßt­mög­li­che Si­cher­heit aller Ver­kehrs­teil­neh­men­den am rech­ten Rhein.“ Der Bahn­be­voll­mäch­tig­te führt zudem wei­ter aus, dass die von Uwe Schwarz und Mike Wei­land ge­stell­ten Fra­gen erst be­ant­wor­tet wer­den könn­ten, wenn die Bahn die Va­ri­an­ten er­ar­bei­tet habe. 
Am Mon­tag wur­den Wei­land, Schwarz und Land­rat Frank Pucht­ler zwei Va­ri­an­ten vor­ge­stellt, die so­wohl für Kes­tert als auch für die VG Lo­re­ley beide nicht ak­zep­ta­bel sind, wie Mike Wei­land am Nach­mit­tag ge­gen­über un­se­rer Zei­tung mit­teil­te. „Wir haben die In­ter­es­sen der Kom­mu­nen und der Ei­gen­tü­mer der Flä­chen hin­ter der Bahn­li­nie nach­hal­tig und im Klar­text ge­gen­über der Bahn zum Aus­druck ge­bracht und ge­for­dert, dass eine Lö­sung her­bei­ge­führt wer­den muss“, be­kräf­tig­te Wei­land, der ge­mein­sam mit Schwarz auch eine klare Lö­sung zur Nut­zung der Klein­gär­ten im Be­reich vor der Bahn­li­nie sowie die Nut­zung der Stra­ße durch Rad­fah­rer for­dert.
Fakt ist je­den­falls, dass es wei­ter­hin keine Zu­sa­ge der DB Netz AG gibt, dass die be­trof­fe­ne Flä­che auch künf­tig mit Fahr­zeu­gen er­reich­bar bleibt. Die Ge­mein­de Kes­tert und die VG Lo­re­ley wol­len wei­ter dafür kämp­fen. Der Kon­zern­be­voll­mäch­tig­te hat die Er­ar­bei­tung eines Zeit­plans in­klu­si­ve wei­te­rer Va­ri­an­ten bis Ende die­ser Woche zu­ge­sagt.

Tonnen von Fels und Gestein (Fachleute sprechen von einem Bergrutsch) donnern auf die in Europa meist befahrenste Bahnstrecke zwischen Kestert und St.Goarshausen im Mittelrheintal.

 

B 42 ab 19.04.2021 einseitiger Ampelbetrieb.

Ab 01. Mai rollen wieder die Züge. Für die Anwohner ein Ende der Ruhe und ein Wiederbeginn der Lärms.

 

Min­des­tens 100 Meter lan­ger Schutz­wall soll dau­er­haft für si­che­ren Ver­kehr sor­gen.

 

Nach den Spren­gun­gen des noch lo­cke­ren Ge­steins er­rich­ten Spe­zia­lis­ten nun einen sechs Meter hohen und min­des­tens 100 Meter lan­gen Schutz­wall. Da­hin­ter sor­gen Geo­lo­gen und In­dus­trie­klet­te­rer für zu­sätz­li­che Si­cher­heit: Sie set­zen noch die rest­li­chen 450 der ins­ge­samt 620 Fels­an­ker. Dafür müs­sen sie je­weils ein bis zu zwölf Meter tie­fes Loch in das Ge­stein boh­ren. Da­nach brin­gen sie an den An­kern zu­sätz­li­che Netze auf ins­ge­samt 2100 Qua­drat­me­tern im Steil­hang an. Die ers­ten 550 Qua­drat­me­ter sind davon schon ge­schafft. Das zwei­te Gleis dient bis zum Ende der Ar­bei­ten zum Trans­port von Ma­te­ri­al, Ma­schi­nen und rest­li­chem Ge­röll, daher wird am 2. Mai le­dig­lich ein Gleis wie­der für den Zug­ver­kehr frei­ge­ge­ben.
Dr. Vol­ker Hent­schel, Vor­stand An­la­gen- und In­stand­hal­tungs­ma­nage­ment DB Netz AG: „Wenn wir den Hang ge­si­chert haben, kön­nen die Züge wie­der fah­ren. Un­se­re Spe­zi­al­teams sind dafür rund um die Uhr im Ein­satz. Unser Ziel ist es, so schnell wie mög­lich auch das zwei­te Gleis zu öff­nen.“ Nach dem Fels­sturz am 15. März war die DB so­fort mit ei­ge­nem Per­so­nal sowie Geo­lo­gen und Klet­te­rern vor Ort, hat He­li­ko­pter und ton­nen­schwe­re Bag­ger ein­ge­setzt sowie mehr als zehn Spren­gun­gen vor­ge­nom­men. Im Fokus stand dabei die Si­cher­heit und der mög­lichst schnel­le Start des Ver­kehrs. Die Ar­bei­ten wur­den von Geo­lo­gen und dem Lan­des­amt für Geo­lo­gie und Berg­bau be­glei­tet. „Mit dem Wall sor­gen wir zu­sätz­lich zu den Net­zen und be­stehen­den Zäu­nen dau­er­haft für einen si­che­ren Bahn­ver­kehr. Ge­mein­sam mit den zu­stän­di­gen Be­hör­den küm­mern wir uns darum, dass sich das Bau­werk op­ti­mal ins Land­schafts­bild ein­fügt“, sagt der be­ra­ten­de Geo­lo­ge Dr. Jür­gen Mat­the­si­us.
Nach voll­stän­di­gem Ab­schluss der Ar­bei­ten er­öff­net die DB die Stre­cke dann auch wie­der in beide Rich­tun­gen.
Mit dem Wall sor­gt die Bahn zu­sätz­lich zu den Net­zen und be­stehen­den Zäu­nen dau­er­haft für einen si­che­ren Bahn­ver­kehr. Wie sicher wird die Zukunft zeigen. Bis heute war und ist die Strecke absolut nicht sicher. Immer wieder kommen Felsrutsche auf die Gleise vor.
Geo­lo­ge Dr. Jür­gen Mat­the­si­us
Die stei­le Hang­la­ge macht die Ar­beit für die In­dus­trie­klet­te­rer sehr schwie­rig. Ak­tu­ell boh­ren sie Lö­cher für die rest­li­chen 450 der ins­ge­samt 620 Fels­an­ker. An die­sen wer­den dann Fang­net­ze be­fes­tigt.

Weitere Infos immer aktuell unter Presse.



Schwere Erschütterungen durch Schienengüterverkehr in Wohnungen und Häusern zwischen Assmannshausen, Geisenheim und Oestrich-Winkel:

 

Die DB Netz AG hat in der Zeit vor Weihnachten 2020 im Rheingau die Schienen des Talgleises erneuert. Nach Abschluss der Arbeiten fahren nun wieder Tag und Nacht schwere Güterzüge  mit zum Teil hohen Geschwindigkeiten auf der Strecke. Nach Feststellung der BI, aber auch nach den weiterer Bahnanlieger zwischen Assmannshausen, Geisenheim und Eltville geht nun von den Zügen erheblich mehr Lärm aus, als vor der Schienenerneuerung. Von weit über der Hälfte der auf der neu verlegten Schiene in Fahrtrichtung Koblenz Wiesbaden verkehrenden Güterzüge werden schwere, erdbebenartige Stöße im Untergrund, ausgelöst. Auch das war vor der Schienenerneuerung in diesem Ausmaß nicht der Fall. „Große Künstler waren da wohl nicht am Werk“! Das Getränk zittert im Glas oder in der Tasse. Das Porzellangeschirr vibriert in den Schränken. In einem Fall ist ein Regal von der Wand gefallen, weil sich die Schrauben gelöst hatten. Nachts werden die Menschen wie auf Rüttelbretten in ihren Betten aus dem Schlaf gerissen, sofern sie überhaupt einschlafen können.

Kurz um: Die Situation ist unerträglich und kann den Menschen an der Bahnlinie nicht länger zugemutet werden.
Nach einer sofortigen telefonischen Intervention durch Vertreter der Bürgerinitiative bei der Dienststelle der DB-Netz AG in Mainz, wurde von dort nach einigen Tagen mitgeteilt, man könne sich dafür keine Ursache vorstellen. Die Schienen seien schließlich komplett neu. Nach der Devise: „Was nicht sein darf, kann auch nicht sein!“ Man werde weiter nach einer möglichen Ursache suchen und sich dann wieder melden. Das ist bislang nicht geschehen! Eine Beendigung der geschilderten Missstände ist ebenfalls nicht erkennbar.
Dass solchermaßen dreiste, nach Gutsherrenart vorgenommene Eingriffe in die gesamten Lebensumstände der Menschen, deren Wohlbefinden bzw. deren Gesundheit nicht unbedingt verbessern, geschweige denn, sie erhalten können, dürfte selbst den für den Gleisoberbau zuständigen Verantwortungsträgern der DB AG bei etwas Nachdenken einleuchten. Als „Treppenwitz“ oder schlechten Scherz muss man in dem Zusammenhang die von dem CSU geführten Verkehrsministerium verfügten Aussetzungen der Sanktionen bezeichnen, die entgegen den Bestimmungen des Lärmschutz-Gesetzes über den Fahrplanwechsel 2020/2021 hinaus ein weiteres Jahr den Betrieb lauter Güterzüge nicht ahnden und so den Weg für alte Waggons freimachen, die Wohngebiete verlärmen und der Gesundheit der Bevölkerung Schaden zufügen dürfen. Es sollte leiser werden, genau das Gegenteil ist der Fall. Die Bahnanliegerinnen und Bahnanlieger erwarten die unverzügliche Beseitigung der schweren Erschütterungen. Die Erfahrung hat gezeigt, dass die Herabsetzung der Durchfahrtsgeschwindigkeit auf 50 km/h, wie im Falle einer Baustelle, erfolgreich sein kann. Sollte das aus verschiedenen Gründen nicht sofort möglich sein, so wird um unverzüglich umzusetzende Alternativen gebeten, die den Betroffenen zeitnah zu kommunizieren sind.


Aktueller Stand der Machbarkeitsstudie

 

Bereits am 18.12.2020 hat das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur den Auftrag für die Machbarkeitsstudie zur "Infrastrukturellen Konzeption für den Eisenbahnkorridor Mittelrhein: Zielnetz II" an die Bietergemeinschaft Schüßler-Plan Ingenieurgesellschaft mbH, FROEHLICH & SPORBECK GmbH & Co. KG, TRIMODE Transport Solution GmbH und Intraplan Consult GmbH erteilt. Ziel der Studie ist die technische und wirtschaftliche Optimierung des Planfalls Korridor Mittel-rhein Zielnetz II (BVWP 2030) durch die Entwicklung sektoraler Trassenvarianten, um eine Gesamtlösung von jeweils in sich verkehrlich sinnvollen und abgeschlossenen stufenweisen Ausbau bestehender sowie neu zu bauenden Streckenabschnitten zu identifizieren.  Derzeit wird im Rahmen der Grundlagenermittlung eine Raumwiderstandsanalyse im rechtsrheinischen Raum bis östlich zur Ruhr-Sieg-Strecke (u.a. Strecken-Nr. 2800 und 2651) durchgeführt. Diese werden dann den Vertretern der betroffenen Länder vorgestellt und erörtert. Die Machbarkeitsstudie soll nach derzeitiger Planung vsl. Anfang 2022 abgeschlossen werden.

 

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Quo Vadis Deutsche Bahn

 

Über die Zukunft der Bahn und die Glaubwürdigkeit führender Politiker

 

 

Die „Bürgerinitiative im Mittelrheintal gegen Umweltschäden durch die Bahn e.V.“ setzt sich seit mehr als zwanzig Jahren gemäß dem Zweck des Vereins im Sinne der Bevölkerung im Rheingau, im Oberen- und Unteren Mittelrheintal für die Bewahrung der Gesundheit der dort lebenden Menschen sowie die Förderung des Umweltschutzes in der Region gegen die negativen Auswüchse des Schienengüterverkehrs ein.

Dabei spielen die Forderungen nach wesentlich mehr Schutz vor Schienenlärm und schweren Erschütterungen, ausgelöst von überalterten Güterwaggons mit unrunden Rädern, dem Schutz vor Feinstaub, sowie vor Kupferabrieb der Oberleitungen, eine zentrale Rolle.

Die von der Bundesregierung angekündigten, im Schienen-Lärmschutz-Gesetz verankerten und zum Fahrplanwechsel der DB AG 2020/21 versprochenen Maßnahmen gegen laute Güterzüge (Verbot lauter Güterzüge auf deutschen Schienen), wurden von dem von der CSU geführten Bundesverkehrsministerium im Handstreichverfahren zu Gunsten der Halter nicht umgerüsteter Waggons und zu Lasten der Menschen an den Bahnstrecken aufgekündigt. Das stellt ein Schlag ins Gesicht der betroffenen Bahnanlieger dar. Die Vertrauens- und Glaubwürdigkeit der Bundesregierung wird nachhaltig untergraben.

Trotzdem wird die Bürgerinitiative auch im Wahljahr 2021 erneut und eindringlich bei allen zur Wahl stehenden Kandidatinnen und Kandidaten der politischen Parteien die berechtigten Forderungen nach Lärm- und Erschütterungsschutz, dem Bau einer Neubautrasse nur für den Schienengüterverkehr, zum Beispiel dem Bau des Rheintal-Tunnelsystems von St. Augustin bei Bonn bis Mainz-Bischofsheim, anmahnen, um so das „Nadelöhr“ im Rheintal aufzulösen.

Auch muss die künftige Bundesregierung sich endlich zu ihren internationalen Verpflichtungen bekennen und sie umsetzen.Ein erheblicher Anteil an Kapazitätsengpässen wird von der Bahn und der Bundesregierung selbst verschuldet, da sie den Vertrag von Lugano mit der Schweiz von 1996 nicht eingehalten haben, um so wie versprochen, die Voraussetzungen für einen florierenden Güterverkehr zu schaffen. Ja, sie haben noch nicht einmal damit begonnen. Im Vertrag von Lugano hatten sich die Schweiz und Deutschland auf den Ausbau ihrer Schienenwege verständigt. Die Schweizer haben Wort gehalten, doch die deutschen Zulaufstrecken lassen auf sich warten. Im Norden das gleiche Bild: 1992 vereinbarten Deutschland und die Niederlande im Vertrag von Warnemünde den Ausbau des Schienenpersonen- und Schienengüterverkehrs. 1998 begannen in den Niederlanden die Arbeiten an der 160 Kilometer langen Betuwe-Route zwischen Rotterdam und Zevenaar an der niederländisch-deutschen Grenze, 2007 wurde sie in Betrieb genommen. Ein adäquater Anschluss durch die Strecke Emmerich–Oberhausen auf deutscher Seite aber fehlt.Deshalb stauen sich die Züge auch auf beiden Seiten vor Deutschland. Was die Entwicklung der Infrastruktur, vor allem der Schieneninfrastruktur in Deutschland angeht, setzt Deutschland in erster Linie auf den Ausbau von Personenverkehrsstrecken und hier speziell auf ICE -Trassen. Der Güterverkehr wird sträflich vernachlässigt. So wird der Slogan „Von der Straße auf die Schiene“ noch lange leere „Mundpropaganda“ bleiben.

Dabei müssen auch innovative und in die Zukunft gerichtete Ideen verfolgt werden dürfen, wie etwa die Weiterentwicklung des Transrapid für den Nahverkehr.

Ein Eisenbahnbauunternehmen aus der Oberpfalz, arbeitet schon seit 10 Jahren am Transrapid. Nun wagt sich das Bauunternehmen nach Investitionen von etwa 35 Millionen Euro mit seinen Plänen an die Öffentlichkeit. Der Transrapid soll im Nahverkehr auf Distanzen von 5 bis 30 Kilometer mit maximal 150 km/h die Menschen bewegen. Demnächst will sich das Unternehmen auch um die Anbindung des Flughafens München an die Innenstadt bewerben. Für diese oder ähnliche Ideen darf es keine Denkverbote geben. Die Teilprivatisierung der Deutschen Bahn von 1994 hat sichtlich ihr Ziel nicht erreicht, sondern ist u.a. über viele unübersichtliche Auslandsaktivitäten und Prestigeobjekte zum Selbstbedienungsladen der Akteure geworden. Die Bahn darf nicht als Renditeobjekt geführt werden, sondern muss den Eigentümern, also dem Steuerzahler, uneingeschränkt im Kerngeschäft, der Beförderung von Personen und Waren, vorbehalten bleiben.

 



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Hier eine Präsentation zur Situation des Bahnlärms im Rheintal zur freien Verwendung Dezember 2020
BI Präsentation zur Situation des Bahnlä
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Immer neueste Infos zum Güterzugunfall in Niederlahnstein

Die BI hat Strafanzeige wegen Gewässerverunreinigung
gem. § 324 StGB i.V.m. § 13 StGB gestellt.

Gegen bisher unbekannte Entscheidungsträger der DB AG haben wir wegen des Verdachts der unbefugten Gewässerverunreinigung durch vorsätzliche Unterlassung der Entfernung von ca. 90.000 Liter Dieselöl aus dem Erdreich unter der Bahntrasse im Bereich des Bahnhofs Niederlahnstein und des näheren und weiteren Bodenuntergrunds links und rechts der Unfallstelle eine Strafanzeige wegen Gewässerverunreinigung gem. § 324 StGB i.V.m. § 13 StGB gestellt.

 

Der Sachverhalt:

Am Sonntagabend, 30.08.2020, gegen 18:40 Uhr, ist in Höhe des Bahnhofs Niederlahnstein ein Güterzug entgleist. Nach Angaben der Bahn befand er sich auf der Fahrt von Rotterdam nach Basel. Er war insgesamt mit rund 300.000 Liter Dieselkraftstoff beladen. Sechs von 18 Kesselwagen sind entgleist und umgekippt. Nach derzeitigen Feststellungen sind dabei 180.000 Liter Dieselöl in den Unterboden versickert.

 

Unmittelbar nach dem Unfall am 31.08.2020 begann die Bahn als Sofortmaßnahme mit den Aushubarbeiten um das kontaminierte Erdreich zu entfernen. Diese Arbeiten dauerten bis zum 11.09.2020.

 

Parallel dazu wurde aber mit dem Ziel, schnellstmöglich den Bahnbetrieb wieder
aufzunehmen
in der Nacht vom 09.09.2020 auf 10.09.2020 mit der Verfüllung der Baugrube
begonnen ohne den Diesel vollständig zu entfernen. Diese Arbeiten waren am 14.09.2020
beendet. Hier wurden Tatsachen geschaffen, die nachträglich nur schwer zu revidieren sein
werden.

Dem Rhein-Lahn-Kreis wurde von der DB AG ein Sanierungskonzept vorgelegt, in dem sie
von 20.000 bis 30.000 Liter Diesel im Erdreich sprach, die in einem Zeitraum von bis zu sieben
Jahren neutralisiert werden sollten.
Es widerspricht der Lebenswirklichkeit, dass der Weltkonzern „Bahn“ zu dem Zeitpunkt nicht
wusste, dass tatsächlich
90.000 Liter Diesel im Erdreich verblieben waren.

 

Somit besteht der Verdacht, dass die Behörden, der Rhein-Lahn-Kreis sowie die Struktur-
und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord hier bewusst getäuscht worden sind und damit
ggf. unter falschen Voraussetzungen dem Sanierungskonzept zugestimmt haben.
Sofern überhaupt jemals eine Genehmigung erteilt worden ist, könnte diese infolge dessen
nichtig sein.

 

Damit könnte der Tatbestand einer unbefugten und somit strafrechtlich relevanten
Gewässerverunreinigung durch Unterlassen gegeben sein.

 

Ein Ermittlungsverfahren soll unter Berücksichtigung der genannten Tatsachen eingeleitet
werden.

Die Bundesvereinigung gegen Schienenlärm e.V. hat ebenfalls eine Strafanzeige gestellt.

 

Die Aufnahme strafrechtlicher Ermittlungen wurde leider abgelehnt.

Begründung: Es lassen sich keine zureichende tatsächliche Anhaltspunkte für ein strafrechtlich

relevantes Verhalten herleiten. Nachvollziehbare tatsächliche Anknüpfungstatsachen für ein bewusstes

Vertuschen der tatsächlich ausgelaufenen Menge von Dieselöl und ein Unterlassen geeigneter Maßnahmen

zur Gefahrstoffbeseitigung liegen nicht vor.    

 


 

Zusätzlicher Lärm durch Lautsprecherdurchsagen an Bahnhöfen.

 

Der Personenverkehr auf der rechtsrheinischen Strecke wird seit einigen Jahren von der VIAS GmbH durchgeführt. Dabei werden beim Halt im Bahnhof vom Dach der Züge sehr laute Durchsagen "bitte achten Sie auf den Abstand zwischen Zug und Bahnsteigkante" und "Linie 10 nach Frankfurt am Main Hauptbahnhof" sowie eine firmenspezifische Erkennungsmelodie ausgesendet. Die Lautsprecher sind im 90-Grad-Winkel zur Fahrtrichtung montiert, sodass die Grundstücke in Bahnsteignähe direkt beschallt werden. Für die Anwohner stellen sich die Ansagen als eine erhebliche Belästigung dar. Auf diesen Sachverhalt wurde die VIAS mehrfach hingewiesen, eine Änderung wurde abgelehnt. Es wurde auf die Informationspflicht gegenüber dem Fahrgast verwiesen, bzw. die VIAS-Melodie sei erforderlich, um die Kundenbindung an das Unternehmen zu festigen.
Der Bahnsteigbereich ist zur Information der Fahrgäste mit elektronischen Anzeigetafeln und mehreren Lautsprechern für Durchsagen ausgerüstet. Diese Durchsagen werden durch die Deutsche Bahn automatisch/elektronisch generiert und jeweils mehrfach wiederholt. Inhaltlich sind die Durchsagen in Einleitung, Kernaussage und Begründung gegliedert, z. B. "Information zu VIA (gesprochen: "VAU IIHH AAHH"), RB 10 nach Frankfurt am Main Hauptbahnhof, Abfahrt 19 Uhr 43, fällt heute aus. Grund dafür ist ein kurzfristiger Personalausfall. Wir bitten um Entschuldigung"
Bedingt durch die hohe Auslastung der rechtsrheinischen Strecke durch den Güterverkehr (insbesondere, wenn dieser zu Lasten des Regionalverkehrs vorrangig fährt) ergeben sich häufig geringfügige Verspätungen des Personennahverkehrs von 5-10 Minuten, die jeweils mehrere (übermäßig laute) Lautsprecherdurchsagen nach sich ziehen.
Häufig finden Gleiswechsel statt, bei denen der Regionalzug in Fahrtrichtung links auf dem "Gegengleis" verkehrt, während der überholende Zug auf dem "normalen" Gleis fährt. Deshalb werden elektronisch generierte Durchsagen an beiden Gleisen gleichzeitig mit einigen Sekunden Zeitversatz in nochmals erhöhter Lautstärke ausgesendet. Ergebnis: Verzerrte Sprache, nichts zu verstehen, nur Belästigung für den Anwohner, kein Informationsgehalt für den Fahrgast, der in dieser Situation kurzfristig den Bahnsteig wechseln darf.

Es werfen sich folgende Fragen auf:

Müssen die Durchsagen der DB in einer so unfassbaren Lautstärke gemacht werden?
Müssen diese Durchsagen bei 5-10-minütigen Verspätungen überhaupt gemacht und mehrfach wiederholt werden?
Müssen auf der durch die VIAS befahrenen Strecke Neuwied - Frankfurt/Main als einzige Strecke Deutschlands Lautsprecherdurchsagen und Erkennungsmelodien vom Dach der Züge in die Grundstücke der Anwohner gesendet werden?
Sollte hier nicht auch im Sinne der Anwohner nach dem Grundsatz "so viel wie nötig, aber so wenig wie möglich" verfahren werden?



Unsere Forderungen:


· Ganztägige Absenkung der Lautstärke der Durchsagen der DB

· Keine Wiederholungen

· Inhaltliche Reduzierung der Durchsagen der DB auf die Kernaussage, keine Begründungen

· Keine Durchsagen bei geringfügigen Verspätungen von 5-10 Minuten

· Sofortige Einstellung der Lautsprecherdurchsagen der VIAS



Aufruf an alle Betroffenen
Unterstützen Sie uns! Wir wollen gegen diese sinnlosen Lautsprecherdurchsagen vorgehen, mit denen die DB und VIAS unsere Häuser beschallen. Und das als Anwohner der stark frequentierten rechtsrheinischen Bahnlinie jeden Tag zusätzlich zum Güterverkehrslärm !
Das gibt es in ganz Deutschland kein zweites Mal!
Wir dürfen uns das nicht länger gefallen lassen!
Was können Sie dagegen tun?
Informieren Sie uns als ebenfalls Betroffene Bahnhofsanlieger, damit wir unseren Forderungen gemeinsam mehr Nachdruck verleihen können.


 






Richtlinie zur Berechnung der Schallimmissionen
von Schienenwegen (Schall 03)

 

Hier klicken: Städtebauliche Lärmfibel.de

Die Neue Züricher Zeitung berichtete in ihrer Ausgabe vom 28.02.2020 dass die Schweiz den Neat-Anschluss via Frankreich forciert.

Im Jahr 1996 hat sich Deutschland im Vertrag von Lugano verpflichtet, dass die Rheintalbahn auf einer Länge von 182 km vierspurig ausgebaut wird. Die Schweiz hat den Gotthard Basistunnel und Ceneri Basistunnel gebaut, der Gotthard-Basistunnel hat Mittlerweile seinen Betrieb aufgenommen und der Ceneri wir in Kürze folgen. Da es bis heute Deutschland nicht geschafft hat die Strecke auszubauen will die Schweiz jetzt einen neuen Weg gehen und strebt eine Ausweichroute von Basel nach Straßburg über Metz bis an die Nordseeküste an. Deutschland, insbesondere das Bundesverkehrsministerium, hat sich nicht nur bis auf die Knochen blamiert, sondern alle Nachbarländer lachen mittlerweile über die Unfähigkeit Deutschlands große Projekt umzusetzen. Wer allerdings jetzt glaubt, dass sich die Lage für uns lärmgeplagte Anwohner verbessern wird, weil zukünftig vielleicht mehr Güterzüge durch Frankreich und Belgien fahren der irrt.

 

https://www.nzz.ch/schweiz/wegen-verzoegerungen-in-deutschland-forciert-die-schweiz-den-neat-anschluss-via-frankreich-ld.1542408?mktcid=smch&mktcval=fbpost_2020-02-28&fbclid=IwAR2SduvSgoYHa6Z6fot6hAaYup1lvyTSw3pUVbkrqK0qDlm5cn3-qR9fX_E



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Umfangreiche Informationen aus der Sitzung des Projektbeirats "Leiseres Mittelrheintal" am 18.11.2019
Infos aus dem Projektbeirat im Dezember
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Bi-Vorsitzender Willi Pusch im Gespräch mit dem Koblenzer Oberbürgermeister David Langner.

Anlass des Termins war die bevorstehende Sitzung des Beirates „Leiseres Mittelrheintal“, die am 18.11.2019 im Koblenzer Rathaus stattfindet. Mit der Lärmsanierung geht es zwar zügig voran, aber es müsse in einigen Ortsgemeinden beim Schallschutz (z.B. Geländerausfachung in Brückenbereichen) nachbessert werden. Ein weiteres wichtiges Thema waren die Auswirkungen des Bundesverkehrswegeplanes 2030 auf das Mittelrheintal. Langner und Pusch waren sich einig, dass die rechtsrheinische Neubautrasse für den Schienengüterverkehr von St. Augustin bei Bonn bis Mainz-Bischofsheim in den vordringlichen Bedarf höhergestuft werden muss, um das Rheintal zu entlasten. Die dazugehörige Machbarkeitsuntersuchung sei zwar vom Bundesverkehrsminister Scheuer zugesagt, aber bis jetzt noch nicht begonnen worden, so Willi Pusch.


Am Montag, 28.10.2019, trafen sich Willi Pusch, Bürgerinitiative im Mittelrheintal gegen Umweltschäden durch die Bahn e.V. und sein Stellvertreter Wolfgang Schneider mit Stefan Müller, MdL und Alexander Müller, MdB, (beide FDP), in Kiedrich, um sich über das Dauer-Thema „negative Auswirkungen des Schienengüterverkehrs im Mittelrheintal und Rheingau“ auszutauschen.
Unter anderem ging es auch um die im Bundesverkehrswegeplan 2030 platzierte Alternativstrecke „Korridor Mittelrhein von Troisdorf bis Mainz-Bischofsheim“ (Rheintal-Tunnel-System). Die dazugehörige Machbarkeitsstudie sei vom BMVI noch für dieses Jahr zugesagt, jedoch noch nicht begonnen, berichteten die BI-Vertreter.
Stefan Müller und Alexander Müller, denen nach eigenem Bekunden die für die Menschen an der Bahntrasse unzumutbaren Zustände hinreichend bekannt sind, teilen in sehr hohem Maße die Ziele der BI und sehen das Rheintal-Tunnel-System als enorme Entlastung für die Region an. Trotzdem seien zwischenzeitlich schnellstmöglich alle vorhandenen technischen und logistischen Maßnahmen zur Minderung der Lärm- und Erschütterungsbelastungen vorzunehmen.
MdB Müller und MdL Müller versprachen, mit der BI in Verbindung zu bleiben und sich jeweils in ihrer Zuständigkeit des wichtigen Themas anzunehmen. Sie sagten zu, kurzfristig Anfragen betreffend des Beginns der Machbarkeitsstudie im Bundesverkehrsministerium in Berlin zu stellen.


2-tägiges Netzwerktreffen in Radebeul mit weiteren vom Schienenlärm betroffene Bürgergruppen.

Von unserer BI nahmen Rosi und Wolfgang Schneider teil. Ziel ist eine intensivere Zusammenarbeit

gegen den alltäglichen und unerträglichen Bahnlärm.


Willi Pusch im Gespräch mit Vertretern der CDU am 21.08.2019 in Kamp-Bornhofen bei einer Veranstaltung des Vereins "Wir für Kamp-Bornhofen.   


Mitglieder der „Bürgerinitiative im Mittelrheintal gegen Umweltschäden durch die Bahn e.V.“ als Gäste im Wirtschaftsausschuss des Hessischen Landtags, 08.05.2019

von links nach rechts: Frank Kilian, Landrat Rheingau-Taunus-Kreis, Dr. Jürgen Hoffmann, Rosi und Wolfgang Schneider ( BI), Marius Weiß, MdL (SPD), Tarek Al-Wazir, Staatsminister (Bündnis 90/Die Grünen), Petra Müller-Klepper, MdL (CDU)  Karl Ottes, Sprecher des Rheingaubundes gegen Bahnlärm, Willi Pusch (BI), Karl-Heinz und Annemarie Kühn (BI), Katy Walther, MdL (Bündnis 90/Die Grünen), Dr. Manfred von Stosch (BI), Stefan Müller, MdL (FDP)

 

Der Hessische Landtag hat sich über die Fraktionsgrenzen hinweg mit Nachdruck für das Rheintal-Tunnelsystem von St. Augustin bei Bonn bis Mainz-Bischofsheim zur Entlastung des Mittelrheintals ausgesprochen, auf die der Güterzugverkehr verlagert wird.

Der zuständige Verkehrsausschuss beschloss einen gemeinsamen Antrag der Fraktionen von CDU, Bündnis 90/Die Grünen, SPD und FDP, die Landesregierung zu beauftragen, auf Bundesebene Druck zu machen, damit die erforderliche Machbarkeitsstudie so schnell wie möglich in Auftrag gegeben wird.

Auch der Landtag in Rheinland-Pfalz hatte sich in einer Sitzung bereits am 21.2.2019 einstimmig für die im Bundesverkehrswegeplans 2030 im „Potentiellen Bedarf“ stehende Alternativstrecke für den Schienengüterverkehr von Troisdorf nach Mainz-Bischofsheim ausgesprochen.

 „Der Güterzugverkehr muss raus aus dem Rheintal. Alle Maßnahmen zur Verringerung des Lärms an der Strecke und am rollenden Material werden angesichts der Verkehrsentwicklung nicht ausreichen, um eine langfristig tragbare Situation zu schaffen“, erklärte die Rheingauer Landtagsabgeordnete Petra Müller-Klepper bei der Debatte.

Damit stehen die Länder Hessen und Rheinland-Pfalz an der Seite der Bürgerinitiativen gegen den Bahnlärm, die schon seit vielen Jahren eine Entlastung der von Lärm und Erschütterungen geplagten Bevölkerung einfordert.

Die nicht nachvollziehbare Nachricht aus dem Bundesverkehrsministeriums, dass sich der Güterverkehr auf der Bahnstrecke im Rheintal verdoppeln müsse, um die Ausweichtrasse zu rechtfertigen, führte zu massiver Empörung bei den Menschen an den Bahntrassen. Die niedrige Bewertung der Alternativtrasse mit den NKV 0,1 (1,0 ist nötig um in den vordringlichen Bedarf aufzusteigen), ist angesichts der Tatsache, dass andere, weniger von Lärm frequentierte Bahnstrecken weit besser bewertet wurden, keiner vernünftig denkenden Person zu erklären. Eine rein betriebswirtschaftliche Sicht reicht nicht aus. Es müssen auch die Auswirkungen auf Gesundheit, Regionalentwicklung, Tourismus und den Welterbe-Status angemessen berücksichtigt werden. Ansonsten geht die Region sprichwörtlich den „Bach (Rhein) runter“. Sie verkommt zum reinen Frachtkanal.

Eine neue Alternativstrecke – möglichst in einem Tunnelsystem - entlastet nicht nur die Bahnanlieger und die gesamte Region. Sie wird auch zusätzliche Kapazitäten für die Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene schaffen, wirtschaftlicher sein und den Schienenverkehr stärken.

Die Beratung und Beschlussfassung im Landtag wurde von Mitgliedern der Bürgerinitiative im Mittelrheintal gegen Umweltschäden durch die Bahn – an der Spitze der Vorsitzende Willi Pusch und sein Stellvertreter Wolfgang Schneider – sowie dem Sprecher des Rheingau-Bundes gegen den Bahnlärm, Karl Ottes, verfolgt. Petra Müller-Klepper hatte für die BI-Vertreter ein Treffen mit Verkehrsminister Tarek Al-Wazir vor der Sitzung organisiert, an dem auch Landrat Frank Kilian teilnahm.

 


Resolution der Planungsgemeinschaft Mittelrhein-Westerwald Mai 2019 

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Resolution Planungsgemeinschaft 03.05.20
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Offener Brief eines Lokführers, lesenswert FAZ, 15.03.2019
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Flammendes Inferno im Mittelrheintal

Güterzugunglück in Unkel am Rhein.

 

Es ist passiert wovor wir immer gewarnt haben. Es gab ein schweres Güterzugunglück in Unkel am Rhein. Drei Waggons gingen in Flammen auf. Beladen waren sie mit Spraydosen, die wie Geschosse durch die Luft flogen. Selbst die Feuerwehr musste auf Abstand gehen. Die angrenzenden Häuser wurden evakuiert und beschädigt. Es war nur pures Glück, dass keine Personen zu Schaden kamen.

 

Die  Bahnstrecke durch das Rheintal ist nicht sicher. Darin sind sich auch die Experten einig. Von den verantwortlichen Politikern (aktuell Andreas Scheuer) oder auch der Bahn (Bahnchef Richard Lutz) wurde das immer abgewiesen. Sie und insbesondere die Vorgänger sind persönlich  verantwortlich für die Schäden und Beeinträchtigungen der Anwohner, denn Schutzmaßnahmen, wie z.B. ein Tempolimit, wurden immer abgelehnt. Auch die Planung und der Bau einer Alternativtrasse

werden nicht befürwortet.  

 

Der Vorstand beschäftigte sich in einer Sondersitzug mit den Ursachen und Folgen des Unfalls in Unkel. Wir fordern jetzt verstärkt ein Tempolimit und die Anmeldung des Gefahrgut vor der Einfahrt ins Rheintal.

 

Viele weitere Infos und Bilder unter Presse

 

 


Lärmmessungen im Mittelrheintal in Rheinland-Pfalz und Hessen

 

Link zu einer unabhängigen Meßstation der Firma Gfs Develops Solutions in Koblenz-Ehrenbreitstein  am Diehls Hotel, Rheinsteigufer 1.  

 

Link zur neuen Meßstation der DB in Lahnstein

 

Link zu den aktuellen Lärmmessungen des Landesamtes für Umwelt und Geologie Hessen in Rüdesheim-Assmannshausen (Auftraggeber ist das Hess. Umweltministerium)

 

Link zum Lärmschutzportal der Deutschen Bahn.

 

Hinweis: Alle Angaben der DB sind mit Vorsicht zu genießen. Es besteht der Verdacht der Beschönigung und dem Weglassen von Informationen. Verharmlosend die Darstellung des gemittelten Pegels und nicht der tatsächlichen Spitzenwerte.


Neue Informationen zum Bahn-Kollaps 2018/2019, Bericht von Focus MoneyOnline

Lesenswert, einfach hier klicken.  

 

Es wird immer vom Bund als verantwortlicher Eigentümer gesprochen. Aber wer ist veranwortich?

Es sind die Verkehrsminister der letzten 20 Jahre. Nennen wir die Personen:

 

Matthias Wissmann CDU, heute Auto Lobbyist.

Franz Müntefering SPD

Reinhard Klimmt SPD

Kurt Bodewig SPD

Manfred Stolpe SPD

Wolfgang Tiefensee SPD

Peter Ramsauer CSU

Alexander Dobrindt CSU

Andreas Scheuer CSU

 

Alles keine Fachleute, die meisten auch sonst nicht sonderlich gut. Sie haben in ihrer Zeit nichts für die Verkehrsinfrastruktur, egal welcher Verkehrsträger und der Umwelt, getan.  Die Ämter wurden nach Partei und Proporz vergeben.


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Stellungnahme des Bundesverkehrsminiteriums zur Alternativtrasse 10.12.2018
BMVI Antwort Zielnetz II.pdf
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Ablehnung der Entlastungsstrecke und eine vage Inaussichtstellung einer Machbarkeitsstudie.

Machbarkeitsstudie heißt: Projekt auf die lange Bank schieben  und zur Beruhigung etwas oder auch mehr Steuergeld ausgeben. Nichts für die lärmgelagte Bevölkerung im Rheintal.   

Wo bleibt der Aufschrei der hess. und rheinland-pfälzischen Landesregierung? Sie stehen doch angeblich hinter der Alternativtrasse. Wo bleibt der Druck der MPs auf die Kanzlerin? 


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Bewertung der Schienenwegeausbauvorhaben Stand November 2018
Bewertung der Schienenwegeausbauvorhaben
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Kommentar:

 

Deutschland schläft weiter

Trotz politischer Unterstützung der Länder Hessen und Rheinland-Pfalz wurde das gemeinsame Ziel, das Rheintal-Tunnelsystem (Korridor Mittelrhein von Troisdorf bis Mainz-Bischofsheim) in den vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans 2030 höher einzustufen vom Bundesverkehrsministerium ohne ausreichende Erklärung ausgebremst.

 

„Das Vorhaben erlangt erst nach deutlicher Steigerung der im nördlichen Mittelrheinkorridor (Teil des europäischen Korridors Rhein – Alpen) transportierten Gütermengen die Schwelle der gesamtwirtschaftlichen Rentabilität“, wird vom BVMI mitgeteilt.

 

Da tun sich doch automatisch die Fragen auf, welcher Streckenabschnitt ist mit dem „nördlichen Mittelrheinkorridor“ gemeint oder was stellen Sie sich unter „deutlicher Steigerung der transportierten Gütermenge“ vor, Herr Bundesverkehrsminister Scheuer?

 

Weiter heißt es: „Aufgrund der hohen Belastung der Eisenbahnstrecken im Mittelrheintal und der zu erwartenden außergewöhnlich langen Planungs- und Realisierungszeiten für das Vorhaben sollte unabhängig von der gesamtwirtschaftlichen Bewertung der zeitnahe Beginn einer Machbarkeitsstudie in Betracht gezogen werden,“ so Enak Ferlemann, Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, was grundsätzlich eine gute Maßnahme wäre.

 

Was, Herr Bundesverkehrsminister verstehen Sie aber unter „zeitnah“?

 

Legt man die erfahrungsgemäß großzügigen Zeitberechnungen der Bahn zu Grunde, kann es sich dabei um Jahre, wenn nicht um Jahrzehnte handeln. 

 

Hätte die Bevölkerung an der auch vom BMVI anerkannt hoch belasteten Eisenbahnstrecken im Mittelrheintal nicht eine konkretere und nachvollziehbarere Auskunft verdient?

 

Gleichzeitig wird aber, das Rheintal-Tunnelsystem (Korridor Mittelrhein von Troisdorf bis Mainz-Bischofsheim) dessen Prüfung und mögliche Realisierung nur ansatzweise im Raume steht, zur Rechtfertigung verwandt, die Tunnelvariante „pink“ zwischen St. Goar und Oberwesel zu verwerfen, da es mehr Lärmentlastung für die Bevölkerung bringen würde. Die vorhandenen Tunnel Bank, Bett und Kammereck können gemäß Aussage BMVI noch fünfzehn Jahre genutzt werden. Bis dahin müssten zwei neue Tunnelröhren als kurze Variante gebaut sein.

 

Hier wird eine “Nebelkerze“ nach der anderen gezündet, um die wahren Absichten des Bundes und der Bahn zu verschleiern. Die u.a. vom Lärm, Erschütterungen, Dreck und Feinstaub gepeinigten Anwohner bezweifeln mitunter die Absicht der Bundesregierung überhaupt das Rheintal-Tunnelsystem (Korridor Mittelrhein von Troisdorf bis Mainz-Bischofsheim) zu verwirklichen.

 

Durch derartige vage und unverbindliche Aussagen fühlt sich die leidgeplagte Bevölkerung im Rheintal immer wieder „hinters Licht“ geführt und es besteht die Gefahr, dass die Bundesregierung das Vertrauen der Wähler über zwei Generationen verspielt, da die Menschen immer mehr ihre Ehrlichkeit und Geradlinigkeit bezweifeln.

 

 

Berlin ist immer eine Reise wert.

Das dachte sich auch Willi Pusch und besuchte den Bundestagsabgeordneten Detlev Pilger (SPD), nach dem Umwelt-Forum der Deutschen Bahn, im Bundestag. An dem Gespräch nahm auch die Bundestagsabgeordnete Tabea Rößner (Bündnis 90/Die Grünen) und der Bundestagsabgeordnete Erwin Rüddel (CDU) teil. Pilger, Rößner und Rüddel unterstützen das Rheintal-Tunnelsystem von St. Augustin bei Bonn bis Mainz-Bischofsheim und zeigten sich zuversichtlich, dass dieses für das Rheintal so wichtige Projekt in den vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplan 2030 noch in diesem Jahr in den „Vordringlichen Bedarf“ höhergestuft werde.


Bürgerinitiative im Gespräch mit dem Innenminister des Landes RLP, Roger Lewentz und dem SPD Fraktionsvorsitzenden im Rheinland-Pfälzischen Landtag, Alexander Schweitzer

Die beiden SPD Landespolitiker informierten am letzten Donnerstag bei einem Ortstermin auf dem Bahnsteig im Bahnhof Braubach den Vorsitzenden der „Bürgerinitiative im Mittelrheintal gegen Umweltschäden durch die Bahn e.V.“, Willi Pusch, seinen Stellvertreter Wolfgang Schneider und das Vorstandsmitglied der BI Rosi Schneider über den aktuellen Stand der politischen Diskussion zu dem „Dauerbrenner“ Bahnlärm und die Möglichkeit das Rheintal-Tunnelsystem im Zuge des Koalitionsvertrages der neunen Bundesregierung in den vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans aufsteigen zu lassen.

Mehrfach unterbrochen vom Lärm der mit rasender Geschwindigkeit vorbeidonnernden Güterzüge führte Alexander Schweitzer aus:

"In den Koalitionsverhandlungen ist es uns gegen den großen Widerstand aus den Reihen der Union gelungen, die Möglichkeit alternativer Trassenführungen im Schienennetz zu eröffnen. Wenn eine alternative Trasse in den vordringlichen Bedarf im Bundesverkehrswegeplan aufgenommen wird, ist das ein Meilenstein für den Lärmschutz und die Wirtschaft.“

Als Transitland, mitten im Herzen Europas, brauche Deutschland eine leistungsfähige Schieneninfrastruktur, da die Straßen und Autobahnen heute schon hoffnungslos überlastet seien, sagte Willi Pusch.

Es müsse schnellsten in die Engpassbeseitigung auf der Magistrale zwischen Rotterdam und Genua im Bereich des engen Rheintals eingestiegen werden. Nur so könne der freie Warenverkehr in Europa mit dem die Sicherung von Arbeitsplätzen unmittelbar einhergehe, langfristig gesichert und die Region im Welterbe-Gebiet am Mittelrhein vor einer ruinösen, totalen Verlärmung bewahrt werden.

Die Menschen am Rande der Bahntrassen würden endlich von den krankmachenden Lärm-, Erschütterungs- Feinstaubemissionen befreit.

Der Güterverkehr der Zukunft brauche ein ganz neues, unabhängiges Güterbahnnetz, bei dem das Rheintal-Tunnelsystem von St. Augustin bei Bonn bis Mainz-Bischofsheim eine wichtige Rolle für den Handel und die Industrie einnehmen werde, so Pusch.

Den Waggonbetreibern, auch aus unseren Nachbarländern, müsse unmissverständlich klargemacht werden, dass nicht umgerüstete Waggons ab dem Jahr 2020 mit einem Fahrverbot und hohen Geldstrafen belegt werden, fügte er hinzu.


Der Vorsitzende der Bürgerinitiative im Mittelrheintal gegen Umweltschäden durch die Bahn e.V., Willi Pusch, sein Stellvertreter Wolfgang Schneider und das Vorstandsmitglied Rosi Schneider waren der Einladung des Hessischen Ministerpräsidenten nach Eltville gefolgt, um der Forderung nach einer Tunnel Alternativtrasse für den Schienengüterverkehr von St. Augustin bei Bonn bis nach Mainz-Bischofsheim (Rheintal-Tunnel-System) vor Ort nochmals zu bekräftigen.

Volker Bouffier unterstützt diese Maßnahme seinen Worten nach ausdrücklich und zeigte sich zuversichtlich, dass dieses Tunnelsystem im Bundesverkehrswegeplan 2030 noch in diesem Jahr in den „Vordringlichen Bedarf“ aufsteigen werde. Auch die Landtagsabgeordnete Frau Petra Müller-Klepper betonte die Wichtigkeit dieser Umgehungsstrecke für den Rheingau und das Mittelrheintal. Es sei zudem erfreulich und ein großer Erfolg für die Menschen und die Region, dass die Bundesregierung ein Gesetz geschaffen habe, das ab 2020 kein lauter Güterzug mehr durch unsere Landschaften fahren dürfe.

 

 


Willi Pusch im Gespräch mit Franz-Josef Jung zum Rheintal-Tunnelsystem

Willi Pusch im Gespräch mit Franz-Josef Jung zum Rheintal Tunnelsystem. Auch Herr Jung befürwortet die Alternativtrasse.


Willi Pusch wirbt unermüdlich für ein leiseres Rheintal. Erst eine Teilnahme am Umweltforum der DB AG und anschließend einige Begegnungen mit Politikern in Berlin:  

Eckard von Klaeden - Daimler Benz AG

Prof. Dr. Ernst Ulrich von Weizäcker - Ko-Präsident des Club of Rom

Andreas Gehlhaar - Leiter DB Umwelt und Lärmschutz

Marie-Luise Dött - Vorsitzende der Arbeitsgruppe Umwelt, Natur und nukleare Sicherheit der CDU/CSU

Matthias Gastel - Obmann im Ausschuss für Umwelt, Natur und nukleare Sicherheit Bündnis 90/Grüne

Carsten Träger - Obmann im Ausschuss für Umwelt, Natur und nukleare Sicherheit, SPD

Detlv Pilger, MdB

Erwin Rüddel, MdB

Andreas Nink, MdB

Tabe Rösner, MdB

Peter Bleser, MdB

Klaus Peter-Willsch, MdB


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Projektbeirat: Maßnahmen im Rheintal in den nächsten Jahren
Projektbeirat Massnahmen im Rheintal 12
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Willi Pusch in Gesprächen mit hochrangigen Personen in der Politik und Deutsche Bahn AG.

Er wirbt für das Tunnelsystem zur Umgehung des Rheintals.

Willi Pusch mit Dr. Richard Lutz, Vorstandsvorsitzender DB AG  auf dem DB Nachhaltigkeitstag
Willi Pusch mit Dr. Richard Lutz, Vorstandsvorsitzender DB AG auf dem DB Nachhaltigkeitstag
Willi Pusch mit Ronald Pofalla und Olaf Scholz auf dem DB Nachhaltigkeitstag
Willi Pusch mit Ronald Pofalla und Olaf Scholz auf dem DB Nachhaltigkeitstag


Willi Pusch im Gespräch mit der CDU Landtagsfraktion

Themen waren der Lärm, die Erschütterungen und das Rheintal-Tunnelsystem

 Die Sprecherin für Wirtschaft und Verkehr der CDU-Landtagsfraktion, Gabriele Wieland, Josef Dötsch (MdL) und Andreas Unger, hatten den Vorsitzenden der Bürgerinitiative im Mittelrheintal gegen Umweltschäden durch die Bahn e.V., Willi Pusch, zu einem Informationsgespräch nach Mainz in das Abgeordnetenhaus eingeladen.

 In dem Gespräch ging es darum, inwieweit man mit modernen, technischen Möglichkeiten den Bahnlärm und die von schweren Güterzügen verursachten Erschütterungen reduzieren kann.

 In diesem Zusammenhang wurden auch die offensichtlichen Vorteile des Rheintal-Tunnelsystems, im Bundesverkehrswegeplan 2030 als „Korridor Mittelrhein“ bezeichnet, erörtert.

 Der Klimaschutz ist eine besondere Herausforderung und kann nur gelingen, wenn die Politik sofort handelt, indem sie in neue Schienengüterverkehrsstrecken wie z.B. das Rheintal-Tunnelsystem zwischen St. Augustin bei Bonn und Mainz-Bischofsheim investiert.

 Mit dem Bau dieser neuen Schienengüterverkehrstrasse, die bereits im „potentiellen Bedarf“ des Bundesverkehrswegeplans 2030 eingestellt ist, werden die Straßen vom LKW-Verkehr deutlich entlastet.

 Das hätte nicht nur eine erhebliche Verbesserung der Luftqualität zur Folge, sondern könnte auch die Bevölkerung in den historischen Städten und Gemeinden im Rheintal vom Lärm und den Erschütterungen des Güterzugverkehrs befreien und die nachgewiesenermaßen bestehenden Gesundheitsrisiken minimieren. 

 Gabriele Wieland und Josef Dötsch haben stellvertretend für die CDU-Landtagsfraktion die Initiative ergriffen, um sich für die Menschen, die UNESCO-Welterbe Region und die Wirtschaft so wichtige Alternativtrasse aus dem „potentiellen Bedarf“ des Bundesverkehrswegeplans 2030 in den „vordringlichen Bedarf“ höher zu stufen.  

 Wollen wir hoffen, dass in den noch laufenden Sondierungsgesprächen zur Koalitionsbildung der künftigen Bundesregierung unsere in Verantwortung stehenden Politiker nicht „rum eiern“, sondern auch im Interesse des Klimaschutzes und der Menschen anpacken.

 



Untersuchungsbericht über den Güterzugunfall im Juni 2013 zwischen Lorch und Rüdesheim liegt jetzt vor.

 

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Bericht des Wiesbadener Kuriers zum Güterzugunfall im Juni 2013
Bericht des Wiesbadener Kuriers zum Güte
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EBA Unfalluntersuchungsbericht
EBA Unfalluntersuchungsbericht Lorch Rue
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Die BI vertritt schon seit mehreren Jahren die Ansicht, die ca. einhundertfünfzig Jahre alte Eisenbahnstrecke entlang des Rheins erfüllt in keinster Weise die Anforderungen einer Europatransversale für den Güterverkehr.

 

Immer wieder kehrende Hangrutsche und Unterspülungen der Trasse bilden eine latente Gefahr für die Bevölkerung und die gesamte Region. Schon mehrfach entgleisten Züge im Mittelrheintal. Den verantwortlichen Politikern, aktuell Herr Dobrindt und Fr. Angela Merkel und natürlich auch der Bahn, ist das bekannt. Ähnlich wie auch im PKW-Abgasskandal hat die Wirtschaft Vorrang und die gesundheitliche Schädigung der Bevölkerung spielt keine Rolle.   

 

Deshalb ist die Alternativstrecke Korridor-Mittelrhein, nur für den Schienengüterverkehr sowie im Bundesverkehrswegeplan 2030 im „Potentiellen Bedarf“ vorgesehen, unbedingt erforderlich.

 

Der Unfallbericht des Eisenbahnbundesamtes beinhaltet einige Ungereimtheiten. Der stellvertr. Vorsitzende der BI, Wolfgang Schneider, hat den Bericht analysiert.

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Analyse des EBA Unfallberichts
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Chaos bei der DB Cargo, hier ein Pressebericht:

 

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WI Kurier Chaos bei DB Cargo Marktanteil
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Bahn muss neue Lärmschutzfenster zahlen

 

Nach einem neuen Gerichtsurteil muss jetzt die Bahn als Lärmverursacher neue Fenster zahlen. Das Amtsgericht St. Goar hat so entschieden. Endlich wurde jetzt auch gerichtlich der enorme Lärm der Bahn anerkannt. Das hat Signalwirkung für alle Bahnlärmgeschädigte. Die Bahn kündigte schon an, alle juristischen Wege zu nutzen, damit das Urteil nicht rechtskräftig wird. Hier zeigt sich auch wieder das hässliche Gesicht der Bahn und den verantwortlichen Politikern, in der Spitze Herr Dobrindt und Frau Merkel, die den Lärm bewusst der Bevölkerung zumuten.

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RZ Bahn muss neue Fenster zahlen
RZ Bahn muss neue Fenster zahlen 30.09.1
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Tempolimit und Nachtfahrverbot rechtlich zulässig

 

Eine der wichtigsten Forderungen der BI als Sofortmaßnahmen gegen den Lärmterror sind ein Tempolimit und ein Nachtfahrverbot für laute, bisher nicht umgerüsteten Güterzüge. Das hat die Deutsche Bahn und die Bundesregierung mit Hinweis auf EU Recht immer abgelehnt.
Die Landesregierung Rheinland-Pfalz hat das in einem Gutachten widerlegt. Man kann hier deutlich sehen, dass der Bund, namentlich verantwortlich die Verkehrsminister bis 2013 Herr Ramsauer, aktuell Herr Dobrindt, der Bevölkerung am Mittelrhein nicht helfen will.   

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Gutachten zum Lärm im Mittelrheintal
Gutachten_Laerm_Mittelrheintal_Endfassun
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